Ergotherapie

Neurologisch bedingte Sehstörungen behandeln

Neurologisch bedingte Sehstörungen treten oft nach Schlaganfällen oder SHT auf. Sie können sich in unterschiedlichen Symptombildern zeigen, beispielsweise durch Störungen der Farb- und Formwahrnehmung, Doppelbilder, Augenbewegungsstörungen, visuelle Agnosien oder Gesichtsfeldausfälle bis hin zur Hemianopsie. Die Beeinträchtigungen können Alltag, Handlungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe erheblich einschränken, werden in der Rehabilitation jedoch häufig nicht ausreichend berücksichtigt.

Das Seminar vermittelt neuropsychologische Grundlagen und ein praxisnahes Verständnis der verschiedenen Symptombilder. Im Mittelpunkt stehen die Erkennung und Einordnung visueller Funktionsstörungen sowie eine praxisnahe differentialdiagnostische Abklärung. Anhand von Fallbeispielen werden typische Störungsbilder und ihre Auswirkungen auf Aktivitäten und Teilhabe veranschaulicht.

Darauf aufbauend werden Möglichkeiten aktivitäts- und teilhabeorientierter Interventionen vorgestellt. Ziel ist es, visuelle Beeinträchtigungen im rehabilitativen Kontext frühzeitig zu erkennen, ihre Bedeutung für die Betroffenen einzuschätzen und geeignete therapeutische beziehungsweise rehabilitative Maßnahmen abzuleiten.

Dauer

2 Präsenztage vor Ort 
Samstag und Sonntag: 09:00 – ca. 18:00

Gebühr

499,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich

Zielgruppe

Ergotherapie oder Physiotherapie

Voraussetzung

Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)

Rheine
10.04.202709:00 - 18:00 Uhr
11.04.202709:00 - 18:00 Uhr
  1. Grundlagen neurologisch bedingter Sehstörungen
    • Neuroanatomische und neuropsychologische Grundlagen
    • Visuelle Wahrnehmungsverarbeitung
    • Bedeutung für Alltag und Teilhabe
  2. Symptombilder und Störungsformen
    • Störungen der Farb- und Formwahrnehmung
    • Doppelbilder und Augenbewegungsstörungen
    • Visuelle Agnosien
    • Gesichtsfeldausfälle und Hemianopsie
  3. Diagnostik und differentialdiagnostische Abklärung
    • Erkennen und Einordnen visueller Symptome
    • Klinische und neuropsychologische Befunderhebung
    • Abgrenzung zu ophthalmologischen Ursachen
    • Fallbeispiele aus der Praxis
  4. Auswirkungen auf Aktivitäten und Teilhabe
    • Alltagsaktivitäten und Handlungsfähigkeit
    • Mobilität und Orientierung
    • Berufliche und gesellschaftliche Teilhabe
  5. Aktivitäts- und teilhabeorientierte Interventionen
  6. Therapie und Rehabilitation
    • Ergotherapeutische Behandlungsansätze
    • Kompensations- und Adaptationsstrategien
    • Befundinterpretation
    • Entwicklung von Interventionsmöglichkeiten

Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …

  • neurologisch bedingte Sehstörungen und visuelle Wahrnehmungsstörungen zu erkennen und einzuordnen.
  • unterschiedliche Symptombilder zu verstehen und neuropsychologisch zuzuordnen.
  • Auswirkungen visueller Störungen auf Aktivitäten, Handlungsfähigkeit und Teilhabe einzuschätzen.
  • eine praxisnahe differentialdiagnostische Abklärung zu unterstützen.
  • geeignete aktivitäts- und teilhabeorientierte Interventionsmöglichkeiten abzuleiten.
  • Maßnahmen an die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen anzupassen und in die Therapie zu integrieren.

Deine persönlichen Vorteile:

  • Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
  • Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
  • Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
  • Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
  • Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
  • Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
10b
Ralf Lehnguth

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Häufige Fragen zu neurologisch bedingten Sehstörungen

Hier finden Sie wichtige Informationen zur Fortbildung „Neurologisch bedingte Sehstörungen behandeln“ der Therapie Akademie.

Worum geht es in der Fortbildung zu neurologisch bedingten Sehstörungen?

Die Fortbildung vermittelt neuroanatomische und neuropsychologische Grundlagen zu neurologisch bedingten Sehstörungen. Die Teilnehmenden lernen, unterschiedliche visuelle Störungen zu erkennen, einzuordnen und geeignete therapeutische sowie rehabilitative Maßnahmen abzuleiten.

Für wen ist die Fortbildung geeignet?

Die Fortbildung richtet sich an Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, die Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder erworbenen Hirnschädigungen therapeutisch begleiten.

Welche neurologisch bedingten Sehstörungen werden behandelt?

Behandelt werden unter anderem Störungen der Farb- und Formwahrnehmung, Doppelbilder, Augenbewegungsstörungen, visuelle Agnosien, Gesichtsfeldausfälle und Hemianopsien.

Welche Ursachen für visuelle Störungen werden thematisiert?

Im Mittelpunkt stehen Sehstörungen, die infolge neurologischer Erkrankungen oder erworbener Hirnschädigungen auftreten können. Dazu gehören insbesondere Veränderungen nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma.

Werden Diagnostik und Differentialdiagnostik behandelt?

Ja. Die Teilnehmenden lernen, visuelle Symptome zu erkennen und neuropsychologisch einzuordnen. Behandelt werden die klinische und neuropsychologische Befunderhebung sowie die Abgrenzung zu möglichen augenärztlichen Ursachen.

Welche Therapieansätze werden in der Fortbildung vermittelt?

Vermittelt werden ergotherapeutische Behandlungsansätze sowie Kompensations- und Adaptationsstrategien. Die Interventionen orientieren sich an den individuellen Einschränkungen, Ressourcen und Alltagsanforderungen der betroffenen Person.

Wie können neurologische Sehstörungen den Alltag beeinflussen?

Visuelle Störungen können die Orientierung, Mobilität, Handlungsfähigkeit und Sicherheit im Alltag beeinträchtigen. Auch berufliche Tätigkeiten und die gesellschaftliche Teilhabe können betroffen sein.

Welche Voraussetzungen gibt es für die Teilnahme?

Voraussetzung sind ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Ausbildung im Bereich Ergotherapie oder Physiotherapie.

Wie lange dauert die Fortbildung und wie wird sie angeboten?

Die Fortbildung dauert zwei Präsenztage vor Ort. Die Unterrichtszeiten liegen am Samstag und Sonntag jeweils zwischen 09:00 Uhr und etwa 18:00 Uhr. Den jeweiligen Veranstaltungsort finden Sie bei den aktuellen Kursterminen.

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