Logopädie

Kommunikationsstörungen bei Demenz

Sprache und Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens und ermöglicht es uns, Gedanken, Bedürfnisse und Gefühle auszudrücken. Im Verlauf einer Demenzerkrankung können jedoch vielfältige sprachliche Beeinträchtigungen auftreten, die das Sprachverständnis und die Kommunikation zunehmend erschweren. 

Diese Fortbildung widmet sich den sprachlichen Veränderungen im Krankheitsverlauf und den damit verbundenen Herausforderungen. Die Teilnehmenden erwerben fundierte Kenntnisse über die Auswirkungen der Demenz auf Sprache und Kommunikation. Sie lernen, sprachliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und geeignete therapeutische Maßnahmen einzusetzen, um die kommunikativen Fähigkeiten der Betroffenen gezielt zu fördern und möglichst lange zu erhalten.

Darüber hinaus werden praxisorientierte Methoden für den Umgang mit Menschen mit Demenz vermittelt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erhaltung vorhandener sprachlicher Ressourcen sowie die Förderung einer gelingenden Kommunikation zwischen Betroffenen, Angehörigen und Pflegepersonal.

Dauer

1 Präsenztag vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag oder Sonntag: 10:00 – ca. 17:00

Gebühr

299,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich

Zielgruppe

Logopädie

Voraussetzung

Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)

Termin in Planung

Für die Fortbildung Sprache und Demenz steht aktuell noch kein Termin fest.

Du interessierst Dich für diese Fortbildung? Hinterlasse Deine E-Mail-Adresse. Sobald ein Termin feststeht, können wir Dich informieren.

  1. Grundlagen der Demenz und Sprachstörungen
    • Arten und deren Auswirkungen auf die Sprache
    • Häufige sprachliche Symptome 
  2. Sprachliche Veränderungen im Verlauf der Erkrankungen
    • Frühstadium
    • Mittelstadium
    • Spätstadium
  3. Diagnostik bei sprachlichen Störungen durch Demenz 
    • Diagnostische Verfahren und Tests
    • Abgrenzung von normalen Alterserscheinungen und pathologischen Sprachstörungen
  4. Therapeutische Ansätze und Interventionen
    • Sprachtherapie: Ziele und Methoden
    • Nonverbale Kommunikation und unterstützende Kommunikationsmethoden
  5. Praktische Umsetzung der Sprachförderung
    • Alltagsintegrierte Sprachförderung für Erkrankte
    • Zusammenarbeit mit Angehörigen und Pflegekräften
  6. Psychosoziale Aspekte der Kommunikation 
    • Einfluss der Demenz auf die Lebensqualität und soziale Interaktion
    • Umgang mit Frustration und Missverständnissen in der Kommunikation
    • Empathie und Kommunikationstraining für Pflegende und Angehörige

Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …

  • Grundlagen und Ursachen der Demenz sowie deren Auswirkungen auf Sprache und Kommunikation zu verstehen.

  • sprachliche Veränderungen im Verlauf der Demenz zu erkennen und geeignete diagnostische Verfahren anzuwenden.

  • individuelle Therapieansätze zur Förderung und Erhaltung der sprachlichen Fähigkeiten auszuwählen.

  • Betroffene und Angehörige in der Kommunikation zu unterstützen und therapeutische Fortschritte zu beurteilen.

  • eine gezielte und patientenorientierte Sprachförderung bei Demenz im logopädischen Praxisalltag umzusetzen.

Deine persönlichen Vorteile:

  • Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
  • Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
  • Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
  • Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
  • Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
  • Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.

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Häufige Fragen zur Fortbildung Sprache und Demenz

Antworten auf wichtige Fragen zu Sprachstörungen, Diagnostik, Kommunikation und Therapie bei Demenz.

Wie wirkt sich eine Demenz auf Sprache und Kommunikation aus?

Eine Demenz kann unter anderem den Wortabruf, das Sprachverständnis, die Gesprächsführung und die Fähigkeit beeinträchtigen, eigene Gedanken verständlich auszudrücken. Art und Ausprägung der sprachlichen Veränderungen hängen von der Demenzform und dem jeweiligen Erkrankungsstadium ab.

Welche Demenzformen werden in der Fortbildung behandelt?

Die Fortbildung vermittelt Grundlagen zu unterschiedlichen Demenzformen und ihren möglichen Auswirkungen auf Sprache und Kommunikation. Dabei werden typische sprachliche Symptome und Unterschiede im Verlauf der Erkrankungen betrachtet.

Wie verändert sich die Sprache im Verlauf einer Demenz?

Im Frühstadium können zunächst Wortfindungsprobleme oder Schwierigkeiten bei komplexeren Gesprächen auftreten. Im weiteren Verlauf können Sprachverständnis, Satzbildung und zusammenhängendes Erzählen stärker beeinträchtigt sein. Im Spätstadium gewinnt häufig die nonverbale Kommunikation an Bedeutung.

Wie werden sprachliche Störungen bei Demenz diagnostiziert?

Die Diagnostik kann eine strukturierte Anamnese, die Beobachtung der Kommunikation und geeignete sprachdiagnostische Verfahren umfassen. Berücksichtigt werden unter anderem Wortfindung, Sprachverständnis, Ausdrucksfähigkeit und kommunikative Fähigkeiten im Alltag.

Wie lassen sich normale Alterserscheinungen und krankhafte Sprachstörungen unterscheiden?

Gelegentliche Wortfindungsprobleme können auch beim gesunden Altern auftreten. Krankhafte Veränderungen zeigen sich häufig durch zunehmende und anhaltende Einschränkungen, die mehrere sprachliche Bereiche und die Kommunikation im Alltag betreffen. Eine fachgerechte Diagnostik unterstützt die Abgrenzung.

Welche sprachtherapeutischen Ansätze werden vermittelt?

Die Teilnehmenden lernen verschiedene Ansätze zur Förderung und Erhaltung sprachlicher und kommunikativer Fähigkeiten kennen. Die Therapie wird an das Erkrankungsstadium, die persönlichen Ressourcen und die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Person angepasst.

Welche Bedeutung hat die nonverbale Kommunikation?

Wenn die verbale Verständigung zunehmend erschwert ist, gewinnen Blickkontakt, Mimik, Gestik, Berührung und unterstützende Kommunikationsmittel an Bedeutung. Sie können das gegenseitige Verständnis fördern und Menschen mit Demenz mehr Sicherheit in Gesprächssituationen geben.

Wie kann Sprachförderung in den Alltag integriert werden?

Sprachförderung kann in vertraute Alltagssituationen und persönliche Aktivitäten eingebunden werden. Biografische Themen, Bilder, Musik, wiederkehrende Abläufe und einfache Gesprächsimpulse können dazu beitragen, vorhandene sprachliche Fähigkeiten zu aktivieren und Kommunikation zu ermöglichen.

Wie werden Angehörige und Pflegekräfte einbezogen?

Angehörige und Pflegekräfte sind wichtige Kommunikationspartner. Sie können lernen, Gespräche verständlich zu gestalten, ausreichend Zeit für Antworten zu geben, Überforderung zu vermeiden und nonverbale Signale besser wahrzunehmen.

Wie kann man mit Frustration und Missverständnissen umgehen?

Eine ruhige, wertschätzende und geduldige Kommunikation kann Belastungen reduzieren. Hilfreich sind kurze und verständliche Aussagen, eindeutige Fragen sowie das Aufgreifen emotionaler und nonverbaler Signale. Korrekturen oder wiederholtes Nachfragen sollten so eingesetzt werden, dass kein zusätzlicher Druck entsteht.

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