Physiotherapie
CMD – Craniomandibuläre Dysfunktionen
Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) können sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen – von Kiefergelenksbeschwerden und Zähneknirschen über Verspannungen bis hin zu Kopf-, Nacken- oder Gesichtsschmerzen. Die Ursachen und Zusammenhänge sind dabei häufig komplex und individuell.
In dieser Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden einen verständlichen und praxisnahen Einblick in das Krankheitsbild der CMD. Im Mittelpunkt stehen die funktionellen Zusammenhänge zwischen Kiefergelenk, Kaumuskulatur, Zähnen und dem gesamten Bewegungsapparat. Dabei werden typische Symptome, mögliche Ursachen und diagnostische Ansätze näher betrachtet.
Neben den Grundlagen der CMD werden verschiedene (physio)therapeutische Möglichkeiten und der interdisziplinäre Behandlungsansatz vorgestellt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Entstehung und Behandlung von Craniomandibuläre Dysfunktionen zu vermitteln und aufzuzeigen, wie Beschwerden frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden können.
Dauer
2 Präsenztage vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag und Sonntag: 10:00 – ca. 17:00
Gebühr
499,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich
Zielgruppe
Physiotherapie
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Kurs "CMD – Craniomandibuläre Dysfunktionen" nicht gefunden.
Konkrete Themenfelder
- Einführung in die CMD
- Definition und Krankheitsbild
- Häufigkeit und typische Beschwerden
- Ursachen und Einflussfaktoren
- Anatomische und funktionelle Grundlagen
- Anatomie des Kiefergelenks
- Kaumuskulatur und angrenzende Strukturen
- Kieferbewegungen und Funktion
- Zusammenhang zwischen Kiefer, HWS und Haltung
- Anamnese und Befunderhebung
- Patientenanamnese und Schmerzbefragung
- Inspektion und Palpation
- Untersuchung der Kaumuskulatur
- Untersuchung des Kiefergelenks
- Bewegungsumfang und Funktionstests
- Diagnostik und Differenzialdiagnostik
- Klinische Diagnostik
- Funktionelle Tests und Assessments
- Bildgebende Verfahren
- Erkennen von Red Flags
- Abgrenzung zu anderen Krankheitsbildern
- Pathophysiologie und Einflussfaktoren
- Muskuläre und artikuläre Faktoren
- Bruxismus und Parafunktionen
- Stress und psychosoziale Faktoren
- Schmerz und Chronifizierung
- Therapie und Behandlungskonzepte
- Patientenedukation und Beratung
- Manuelle Therapie
- Behandlung der Kaumuskulatur
- Mobilisation des Kiefergelenks
- Behandlung der HWS
- Aktive Übungen und Eigenübungen
- Entspannungs- und Stressmanagement
- Praktischer Untersuchungsteil
- Systematischer CMD-Befund
- Palpations- und Untersuchungstechniken
- Messung und Dokumentation
- Befundinterpretation
- Praktischer Behandlungsteil
- Manuelle Techniken
- Weichteiltechniken
- Kiefer- und HWS-Mobilisation
- Übungsanleitung für Patienten
- Erstellung eines individuellen Therapieplans
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Zusammenarbeit mit Zahnärzten und Kieferorthopäden
- Indikationen zur Weiterleitung
- Interdisziplinäre Therapieplanung
- Fallbeispiele und Praxistransfer
- Typische CMD-Fälle
- Gemeinsame Befundauswertung
- Entwicklung eines Behandlungskonzepts
- Übertragung in den Praxisalltag
Kompetenzerwerb
Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …
- die anatomischen und funktionellen Grundlagen der CMD zu verstehen und relevante Zusammenhänge zu erkennen.
- typische Symptome, Ursachen und Einflussfaktoren zu identifizieren.
- eine Anamnese durchzuführen und Kiefergelenk, Kaumuskulatur und HWS gezielt zu untersuchen und Befunde zu interpretieren.
- geeignete therapeutische Maßnahmen wie manuelle Techniken und aktive Übungen anzuwenden.
- ein individuelles Behandlungskonzept zu erstellen und Patienten zu Eigenübungen anzuleiten.
- Red Flags zu erkennen und bei Bedarf eine interdisziplinäre Weiterbehandlung einzuleiten.
Vorteile
Deine persönlichen Vorteile:
- Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
- Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
- Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
- Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
- Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
- Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
