Logopädie
Osteopathische Techniken in der Stimmtherapie
Bei der manuellen Behandlung von Stimmstörungen steht häufig die Entspannung verspannter Muskulatur im Vordergrund. Die osteopathische Betrachtungsweise geht darüber hinaus und bezieht die gesamte Körperstruktur einschließlich des Bindegewebes in die Behandlung ein. Dadurch können mögliche funktionelle Einschränkungen erkannt und gezielt behandelt werden, um die Voraussetzungen für eine verbesserte Stimmfunktion zu schaffen und das Zusammenspiel der beteiligten Strukturen nachhaltig zu unterstützen.
In dieser Maßnahme lernen die Teilnehmenden, osteopathische Ansätze gezielt bei der Behandlung von Stimmstörungen anzuwenden. Im Mittelpunkt stehen die Lösung muskulärer Verspannungen, die Verbesserung der Atemmechanik sowie die Mobilisierung und Lockerung des Brustkorbs und des Kehlkopfbereichs. Dabei wird vermittelt, wie diese Bereiche miteinander zusammenwirken und die Stimmgebung beeinflussen können.
Die Teilnehmenden erwerben praktische Kenntnisse über osteopathische Techniken, die sowohl die Muskulatur als auch das Bindegewebe und die Körperstatik berücksichtigen. Ziel ist es, die Stimmfunktion ganzheitlich zu unterstützen und die erlernten Behandlungsmethoden sinnvoll in die bestehende Stimmtherapie zu integrieren.
Dauer
2 Präsenztage vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag und Sonntag: 10:00 – ca. 17:00
Gebühr
499,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich
Zielgruppe
Logopädie
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Konkrete Themenfelder
- Einführung in die Faszien und ihre Bedeutung
- Definition, Funktion und Anatomie der Faszien, insbesondere im Bereich von Kopf, Hals und Stimmapparat
- Zusammenhang zwischen Faszien, Körperhaltung und Stimmgesundheit
- Einfluss von faszialen Verspannungen auf Stimme, Atmung und Sprechmotorik
- Praktische Anwendung und Techniken
- Manuelle Techniken wie myofasziale Release-Methoden, Mobilisation von Nacken, Kiefer und Zwerchfell
- Übungen zur Faszienaktivierung und Förderung der Stimm- und Atemtechnik
- Integration in die logopädische Therapie: Kombination mit Atem- und Stimmübungen, individuell abgestimmte Ansätze
- Therapieansätze und Sicherheit
- Indikationen: Behandlung von Dysphonie, Verspannungen und Atemstörungen
- Kontraindikationen z. B. akute Entzündungen oder Trauma
- Theoretische Grundlagen, praktische Übungen und Supervision zur sicheren Anwendung der Methoden
Kompetenzerwerb
Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …
Grundlagen und Bedeutung der Faszien sowie deren Einfluss auf Stimme, Atmung und Körperhaltung zu verstehen.
gezielte manuelle und myofasziale Techniken zur Lösung von Verspannungen anzuwenden.
geeignete fasziale Behandlungsmethoden unter Berücksichtigung individueller Beschwerden und Kontraindikationen auszuwählen.
fasziale Techniken mit Atem- und Stimmübungen zu kombinieren und therapeutische Fortschritte zu beurteilen.
eine sichere und patientenorientierte Faszienbehandlung in der logopädischen Therapie umzusetzen.
Vorteile
Deine persönlichen Vorteile:
- Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
- Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
- Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
- Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
- Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
- Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
Referenten
Häufige Fragen zu osteopathischen Techniken in der Stimmtherapie
Antworten auf wichtige Fragen zu Inhalten, Zielgruppe, Anwendung und Teilnahme an der Fortbildung.
Für wen eignet sich die Fortbildung?
Die Fortbildung richtet sich insbesondere an Logopädinnen und Logopäden, die osteopathisch orientierte und manuelle Techniken in ihre Stimmtherapie integrieren möchten. Sie eignet sich für therapeutische Fachkräfte, die Stimme, Atmung, Körperhaltung und fasziale Strukturen ganzheitlich betrachten möchten.
Welche Bedeutung haben Faszien für die Stimme?
Faszien verbinden unterschiedliche Strukturen des Körpers miteinander und können Beweglichkeit, Muskelspannung und Körperhaltung beeinflussen. Fasziale Spannungen im Bereich von Kopf, Hals, Kiefer oder Zwerchfell können sich daher auf Stimme, Atmung und Sprechmotorik auswirken.
Welche anatomischen Grundlagen werden vermittelt?
Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit der Funktion und Anatomie der Faszien, insbesondere im Bereich von Kopf, Hals und Stimmapparat. Dabei werden die Zusammenhänge zwischen faszialen Strukturen, Körperhaltung, Atmung und Stimmfunktion betrachtet.
Welche manuellen Techniken werden in der Fortbildung behandelt?
Zu den vermittelten Methoden gehören unter anderem myofasziale Release-Techniken und Mobilisationen im Bereich von Nacken, Kiefer und Zwerchfell. Die Techniken werden im Hinblick auf ihren Einsatz in der logopädischen Stimmtherapie vermittelt.
Werden Übungen zur Faszienaktivierung vermittelt?
Ja. Die Fortbildung beinhaltet Übungen zur Aktivierung und Mobilisation faszialer Strukturen. Diese werden mit Übungen zur Förderung der Stimmfunktion, Atemtechnik und Körperwahrnehmung verbunden.
Wie werden die Techniken in die Stimmtherapie integriert?
Die manuellen und osteopathisch orientierten Techniken werden mit Atem-, Stimm- und Körperübungen kombiniert. Dabei lernen die Teilnehmenden, die Auswahl und Durchführung an die individuellen Beschwerden und therapeutischen Ziele ihrer Patientinnen und Patienten anzupassen.
Bei welchen Beschwerden können die Techniken eingesetzt werden?
Die Techniken können unter anderem bei Dysphonien, muskulären und faszialen Verspannungen sowie atembezogenen Einschränkungen eingesetzt werden. Voraussetzung ist, dass die Anwendung zum individuellen Befund und zum gesundheitlichen Zustand der behandelten Person passt.
Welche Kontraindikationen müssen berücksichtigt werden?
Manuelle Techniken dürfen nicht in jeder Situation angewendet werden. Mögliche Kontraindikationen sind beispielsweise akute Entzündungen oder Verletzungen. In der Fortbildung wird vermittelt, wann eine Anwendung möglich ist und wann auf eine Behandlung verzichtet oder eine medizinische Abklärung empfohlen werden sollte.
Ist die Fortbildung praxisorientiert?
Ja. Die Fortbildung verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen, Demonstrationen und Fallbeispielen. Die Anwendung der Techniken wird angeleitet und reflektiert, damit die Teilnehmenden sie sicher in ihren therapeutischen Berufsalltag übertragen können.
Wie lange dauert die Fortbildung und in welchem Format findet sie statt?
Die Fortbildung der Therapie Akademie umfasst zwei Unterrichtstage. Sie kann je nach angebotenem Termin als Präsenzveranstaltung oder per Live-Videostream stattfinden. Die Unterrichtszeiten sind in der Regel am Samstag und Sonntag jeweils von 10:00 Uhr bis etwa 17:00 Uhr.
