Ergotherapie
Grafomotorische Störungen bei Kindern
Grafomotorische Schwierigkeiten können den Schriftspracherwerb erheblich erschweren und die schulische Entwicklung von Kindern nachhaltig beeinflussen. Betroffene Kinder zeigen häufig Auffälligkeiten in der Feinmotorik, der Hand-Auge-Koordination oder der Bewegungsplanung. Dies kann sich unter anderem in einer verkrampften Stifthaltung, einer unleserlichen Handschrift oder einem verlangsamten Schreibtempo äußern.
Mit einer gezielten und alltagsnahen Förderung lassen sich grafomotorische Fähigkeiten wirksam verbessern. Praxisorientierte Übungen und individuell angepasste Therapieansätze helfen Kindern, ihre Schreibkompetenzen auszubauen, mehr Sicherheit im Schreibprozess zu gewinnen und wieder Freude am Schreiben zu entwickeln.
In dieser Fortbildung erwerben Therapeuten fundiertes Wissen zu den Ursachen, der Diagnostik und den therapeutischen Möglichkeiten bei grafomotorischen Schwierigkeiten. Sie lernen praxiserprobte Methoden kennen, um Kinder individuell zu fördern und ihre Schreibentwicklung gezielt zu unterstützen. Ziel ist es, Ihnen ein vielseitiges therapeutisches Handwerkszeug zu vermitteln, das Sie direkt in Ihrer täglichen Arbeit einsetzen können.
Dauer
1 Präsenztag vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag oder Sonntag: 10:00 – ca. 17:00
Gebühr
299,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich
Zielgruppe
Ergotherapie oder Logopädie
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Konkrete Themenfelder
- Grundlagen grafomotorischer Schwierigkeiten
- Definition und Erscheinungsbild
- Ursachen und Einflussfaktoren
- Auswirkungen auf den Schriftspracherwerb und die schulische Entwicklung
- Abgrenzung zu anderen Lern- und Entwicklungsstörungen (z. B. LRS)
- Diagnostik grafomotorischer Schwierigkeiten
- Erkennen grafomotorischer Auffälligkeiten
- Beobachtungs- und Analysemethoden
- Diagnostische Verfahren in der therapeutischen Praxis
- Wahrnehmung, Motorik und Bewegungsplanung
- Zusammenhang von Wahrnehmung und motorischer Entwicklung
- Feinmotorik, Hand-Auge-Koordination und Bewegungsplanung
- Neurophysiologische sowie psychosoziale Einflussfaktoren
- Therapeutische Förderung der Grafomotorik
- Förderung der Feinmotorik
- Verbesserung von Stifthaltung und Schreibbewegungen
- Übungen zur Handschriftentwicklung
- Spielerische und alltagsnahe Fördermethoden
- Kreative Aktivitäten zur Förderung der Handmotorik
- Sensorische Integrationstherapie (SI)
- CO-OP Ansatz (Cognitive Orientation to daily Occupational Performance)
- Einsatz geeigneter Hilfsmittel
- Transfer in Schule und Alltag
- Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrkräften
- Anpassung schulischer Anforderungen
- Förderung einer nachhaltigen Umsetzung im Alltag
- Motivation und psychosoziale Begleitung
- Stärkung von Selbstvertrauen und Schreibfreude
- Umgang mit Frustration, Ängsten und Misserfolgserlebnissen
- Ressourcenorientierte Begleitung der Kinder
- Evaluation und nachhaltige Förderung
- Dokumentation und Überprüfung des Therapieverlaufs
- Anpassung der Fördermaßnahmen
- Langfristige Stabilisierung der Schreibfähigkeiten
Kompetenzerwerb
Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …
- grafomotorische Schwierigkeiten sicher zu erkennen und einzuordnen.
- geeignete diagnostische Verfahren anzuwenden und individuelle Förderbedarfe abzuleiten.
- Therapie- und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Feinmotorik, Hand-Auge-Koordination und Handschriftentwicklung umzusetzen.
- Eltern und Lehrkräfte fachlich zu beraten und die Förderung in den Alltag zu integrieren.
- Therapieverläufe zu dokumentieren, Fortschritte zu evaluieren und Fördermaßnahmen gezielt anzupassen.
Vorteile
Deine persönlichen Vorteile:
- Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
- Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
- Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
- Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
- Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
- Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
Häufige Fragen zu grafomotorischen Störungen bei Kindern
Hier finden Sie wichtige Informationen zur Fortbildung „Grafomotorische Störungen bei Kindern“ der Therapie Akademie.
Was sind grafomotorische Störungen bei Kindern?
Grafomotorische Störungen betreffen die feinmotorischen und wahrnehmungsbezogenen Fähigkeiten, die für das Schreiben benötigt werden. Schwierigkeiten können sich beispielsweise durch eine verkrampfte Stifthaltung, eine unleserliche Handschrift oder ein verlangsamtes Schreibtempo zeigen.
Für wen ist die Fortbildung geeignet?
Die Fortbildung richtet sich an Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten sowie Logopädinnen und Logopäden, die Kinder mit grafomotorischen Schwierigkeiten begleiten und ihre diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen erweitern möchten.
Woran lassen sich grafomotorische Schwierigkeiten erkennen?
Mögliche Auffälligkeiten sind eine ungünstige oder verkrampfte Stifthaltung, hoher Druck beim Schreiben, schnelle Ermüdung, verlangsamtes Schreibtempo, Schwierigkeiten bei der Buchstabenformung oder eine schwer lesbare Handschrift.
Welche diagnostischen Verfahren werden vermittelt?
Die Teilnehmenden lernen Beobachtungs- und Analysemethoden sowie diagnostische Verfahren für die therapeutische Praxis kennen. Damit können grafomotorische Auffälligkeiten eingeordnet und individuelle Förderbedarfe abgeleitet werden.
Welche Fähigkeiten sind für die Grafomotorik wichtig?
Für das Schreiben sind unter anderem Feinmotorik, Hand-Auge-Koordination, Wahrnehmungsverarbeitung und Bewegungsplanung wichtig. Die Fortbildung behandelt das Zusammenspiel dieser Fähigkeiten sowie neurophysiologische und psychosoziale Einflussfaktoren.
Welche Fördermethoden werden in der Fortbildung vorgestellt?
Vermittelt werden Übungen zur Feinmotorik, Stifthaltung, Schreibbewegung und Handschriftentwicklung. Hinzu kommen spielerische und alltagsnahe Methoden, kreative Aktivitäten, geeignete Hilfsmittel sowie Ansätze aus der Sensorischen Integration und dem CO-OP-Konzept.
Werden Eltern und Lehrkräfte in die Förderung einbezogen?
Ja. Die Fortbildung behandelt die Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrkräften, die Anpassung schulischer Anforderungen und die Übertragung therapeutischer Maßnahmen in Schule und Alltag.
Welche Voraussetzungen gibt es für die Teilnahme?
Voraussetzung sind ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Ausbildung im Bereich Ergotherapie oder Logopädie.
Wie lange dauert die Fortbildung und wie wird sie angeboten?
Die Fortbildung dauert einen Tag und wird von der Therapie Akademie als Präsenzveranstaltung oder im Live-Videostream angeboten. Die Unterrichtszeit liegt in der Regel am Samstag oder Sonntag zwischen 10:00 Uhr und etwa 17:00 Uhr.
