Physiotherapie
Neurozentrierte Trainingstherapie – Neurologie
Im Mittelpunkt des neurozentrierten Ansatzes steht das Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Körper. Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen aus der Umwelt und dem eigenen Körper beeinflussen maßgeblich, wie wir uns bewegen, unsere Haltung regulieren und körperliche Reize wie Schmerzen wahrnehmen. Durch die gezielte Berücksichtigung dieser neurologischen Prozesse lassen sich therapeutische Maßnahmen individuell anpassen und neue Impulse für eine nachhaltige Verbesserung von Funktion und Bewegungsqualität setzen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von Sicherheit und Bedrohung für das Nervensystem. Teilnehmende erlernen, wie diese Faktoren therapeutische Prozesse beeinflussen und sie bei der Gestaltung von Interventionen zu berücksichtigen. Auf dieser Grundlage werden Strategien für Patient mit neurologischen Erkrankungen vermittelt und praxisnah anhand des Therapiekonzepts strukturiert angewendet.
Die Fortbildung verbindet neurophysiologische und neuroanatomische Grundlagen mit praktischen Ansätzen. Thematisiert werden posturale Kontrolle, okulomotorisches Training und vestibuläre Trainingsstrategien. Ergänzend lernen die Teilnehmer ein strukturiertes Test- und Therapieprotokoll sowie effektive Übungen aus dem neurozentrierten Ansatz kennen und können sie gezielt in ihre therapeutische Arbeit zu integrieren.
Dauer
1 Präsenztag vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag oder Sonntag: 10:00 – ca. 17:00
Gebühr
299,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich
Zielgruppe
Physiotherapie, Ergotherapie oder Sportwissenschaft
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Die Maßnahme Neurozentrierte Trainingstherapie – Basiswissen ist verpflichtend
Konkrete Themenfelder
- Neurozentrierte Betrachtung von Therapie und Bewegung
- Sicherheit und Bedrohung
- Bedeutung von Sicherheit für das Nervensystem
- Wahrnehmung und Verarbeitung von Bedrohung
- Einfluss auf therapeutische Prozesse
- Konsequenzen für die Gestaltung von Therapie und Training
- Praktische Anwendung
- Neurozentrierte Therapie bei neurologischen Erkrankungen
- Besonderheiten neurologischer Patient
- Integration neurozentrierter Strategien
- Individuelle Anpassung der Interventionen
- Sensorische Systeme in der neurologischen Rehabilitation
- Neurozentrierte Testung und Therapieplanung
- Systematische Testverfahren
- Test- und Therapieprotokoll
- Ableitung individueller Interventionen
- Dokumentation und Verlaufskontrolle
- Neurozentrierte therapeutische Interventionen in der neurologischen Rehabilitation
- Auswahl geeigneter Übungen
- Dosierung und Anpassung
- Umsetzung bei neurologischen Patient
- Integration in bestehende Therapiekonzepte
- Praktische Fallbeispiele
- Transfer in die therapeutische Praxis
- Übertragung der Inhalte auf den individuellen Therapiealltag
- Entwicklung langfristiger Strategien
Kompetenzerwerb
Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …
- den Einfluss von Sicherheit und Bedrohung auf das Nervensystem und therapeutische Prozesse zu erkennen.
- relevante sensorische und motorische Systeme hinsichtlich ihrer Bedeutung für Bewegung und Haltung zu beurteilen.
- neurozentrierte Testverfahren strukturiert durchzuführen und die Ergebnisse für die Therapieplanung zu nutzen.
- okulomotorische, vestibuläre und posturale Trainingsansätze gezielt in die neurologische Rehabilitation zu integrieren
- neurozentrierte Interventionen individuell auf Patient mit neurologischen Erkrankungen abzustimmen.
- das erlernte Test- und Therapiekonzept eigenständig in den therapeutischen Alltag zu übertragen.
Vorteile
Deine persönlichen Vorteile:
- Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
- Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
- Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
- Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
- Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
- Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
Häufige Fragen zur neurozentrierten Trainingstherapie – Neurologie
Antworten zur Fortbildung für die Anwendung neurozentrierter Ansätze in der neurologischen Rehabilitation bei der Therapie Akademie.
Worum geht es in der Fortbildung „Neurozentrierte Trainingstherapie – Neurologie“?
Die Fortbildung beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Körper. Die Teilnehmenden lernen, Bewegungssteuerung, Haltung und Wahrnehmung aus neurozentrierter Perspektive zu beurteilen und entsprechende Interventionen in der neurologischen Rehabilitation einzusetzen.
Für wen ist die Fortbildung geeignet?
Die Fortbildung der Therapie Akademie richtet sich an Fachkräfte aus Physiotherapie, Ergotherapie und Sportwissenschaft, die mit neurologischen Patientinnen und Patienten arbeiten oder ihr Wissen über neurozentrierte Therapieansätze vertiefen möchten.
Welche Voraussetzungen gelten für die Teilnahme?
Voraussetzung sind ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Ausbildung in einem der genannten Fachbereiche. Zusätzlich muss die Fortbildung „Neurozentrierte Trainingstherapie – Basiswissen“ zuvor absolviert worden sein.
Welche Rolle spielen Sicherheit und Bedrohung für das Nervensystem?
Die Wahrnehmung von Sicherheit oder Bedrohung kann beeinflussen, wie das Nervensystem körperliche Informationen verarbeitet und auf therapeutische Reize reagiert. Die Fortbildung zeigt, wie diese Faktoren bei Therapieplanung, Übungsauswahl und Dosierung berücksichtigt werden können.
Welche sensorischen und motorischen Systeme werden behandelt?
Thematisiert werden relevante sensorische und motorische Systeme, die an Bewegung, Wahrnehmung und Haltung beteiligt sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf posturaler Kontrolle, Okulomotorik und dem vestibulären System.
Was ist okulomotorisches Training?
Okulomotorisches Training umfasst gezielte Übungen zur Steuerung und Koordination der Augenbewegungen. In der neurozentrierten Therapie können diese Übungen genutzt werden, um sensorische Verarbeitung, Orientierung und Bewegungssteuerung zu unterstützen.
Was bedeutet posturale Kontrolle?
Posturale Kontrolle bezeichnet die Fähigkeit des Nervensystems, Haltung und Gleichgewicht an unterschiedliche Situationen anzupassen. Die Fortbildung vermittelt Ansätze zur Beurteilung und gezielten Förderung dieser Fähigkeit.
Wie erfolgt die neurozentrierte Testung und Therapieplanung?
Die Teilnehmenden lernen systematische Testverfahren und ein strukturiertes Test- und Therapieprotokoll kennen. Auf Grundlage der Ergebnisse werden individuelle Interventionen ausgewählt, dokumentiert und im Therapieverlauf überprüft.
Werden praktische Übungen und Fallbeispiele eingesetzt?
Ja. Die theoretischen Inhalte werden mit praktischen Übungen, Testverfahren und Fallbeispielen verbunden. Dadurch können die erlernten neurozentrierten Strategien direkt auf unterschiedliche therapeutische Situationen übertragen werden.
Lassen sich die Methoden in bestehende Therapiekonzepte integrieren?
Ja. Die neurozentrierten Interventionen können bestehende Behandlungskonzepte ergänzen. Auswahl und Dosierung der Übungen werden an die individuellen Fähigkeiten, Reaktionen und Therapieziele der Patientinnen und Patienten angepasst.
Findet die Fortbildung in Präsenz oder online statt?
Die Fortbildung wird je nach ausgeschriebenem Termin als Präsenzveranstaltung vor Ort oder per Live-Videostream angeboten. Die aktuell verfügbaren Termine und Durchführungsformen stehen auf der Kursseite der Therapie Akademie.
Wie lange dauert die Fortbildung?
Die Fortbildung „Neurozentrierte Trainingstherapie – Neurologie“ umfasst einen Schulungstag. Die Unterrichtszeit ist am Samstag oder Sonntag von 10:00 Uhr bis ungefähr 17:00 Uhr vorgesehen.
