Ergotherapie

PTBS und Burnout in der therapeutischen Praxis

Psychische Belastungen und traumatische Erfahrungen können die körperliche und psychische Gesundheit nachhaltig beeinflussen. Burnout und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) zeigen sich dabei häufig durch vielfältige Beschwerden, die auch im therapeutischen Alltag eine besondere Herausforderung darstellen. Ein fundiertes Verständnis der zugrunde liegenden Prozesse hilft dabei, Betroffene frühzeitig zu erkennen und angemessen zu begleiten.

Die Fortbildung vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Entstehung, Erscheinungsformen und Behandlungsmöglichkeiten von Burnout und posttraumatischen Belastungsstörungen. Dabei werden sowohl psychische als auch körperliche Symptome betrachtet und Zusammenhänge zwischen Stress, Belastung, Trauma und körperlicher Wahrnehmung herausgearbeitet. Darüber hinaus werden aktuelle therapeutische Ansätze und praxisnahe Möglichkeiten für den Umgang mit betroffenen Patient vorgestellt.

Anhand von Praxisbeispielen werden Möglichkeiten der Gesprächsführung, des therapeutischen Umgangs sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit vermittelt. Dabei wird auch thematisiert, wie eigene fachliche Grenzen erkannt und Patient bei Bedarf gezielt an weiterführende Unterstützungsangebote vermittelt werden können.

Dauer

2 Präsenztage vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag und Sonntag: 10:00 – ca. 17:00

Gebühr

499,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich

Zielgruppe

Ergotherapie

Voraussetzung

Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Die Maßnahme Psychische und neurologische Erkrankungen: Basiswissen wird empfohlen

Livestream
22.05.202710:00 - 17:00 Uhr
23.05.202710:00 - 17:00 Uhr
Livestream
27.11.202710:00 - 17:00 Uhr
28.11.202710:00 - 17:00 Uhr
  1. Grundlagen von Burnout
    • Definition und aktuelle Konzepte
    • Typische Symptome und Verläufe
    • Risikofaktoren und auslösende Belastungen
    • Abgrenzung zu Depression und anderen psychischen Erkrankungen
  2. Entstehung und Aufrechterhaltung von Burnout
    • Chronischer Stress und Überlastung
    • Körperliche und psychische Stressreaktionen
    • Bedeutung von Arbeitsbedingungen und individuellen Ressourcen
  3. Grundlagen posttraumatischer Belastungsstörungen
    • Definition und Erscheinungsformen
    • Typische Symptome und Traumafolgestörungen
    • Akute und langfristige Reaktionen auf traumatische Ereignisse
    • Trigger und traumabezogene Erinnerungen
  4. Diagnostik und Differentialdiagnostik
    • Erkennen relevanter Symptome
    • Abgrenzung zu anderen psychischen und körperlichen Erkrankungen
    • Warnsignale und weiterführender Unterstützungsbedarf
  5. Therapeutische Beziehung und Gesprächsführung
    • Aufbau von Sicherheit und Vertrauen
    • Sensibler Umgang mit belastenden Erfahrungen
    • Gesprächsführung bei emotionaler Überforderung
    • Reflexion der eigenen therapeutischen Rolle
  6. Therapeutische Ansätze und Interventionen
    • Psychoedukation und Krankheitsverständnis
    • Ressourcenorientierte und stabilisierende Ansätze
    • Umgang mit Stress und Überforderung
  7. Therapeutische Praxis und Fallarbeit
    • Praxisnahe Fallbeispiele
    • Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten
    • Umgang mit schwierigen Behandlungssituationen
    • Übertragung auf den eigenen Berufsalltag

Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …

  • typische Symptome von Burnout und posttraumatischen Belastungsstörungen zu erkennen und einzuordnen.
  • Zusammenhänge zwischen Stress, Trauma, körperlichen Beschwerden und psychischer Belastung zu verstehen.
  • Patient*innen in belastenden Situationen sicher und wertschätzend zu begleiten.
  • geeignete stabilisierende und ressourcenorientierte Therapiemaßnahmen einzusetzen.
  • Warnsignale zu erkennen und bei Bedarf eine weiterführende fachliche Unterstützung anzuregen.
  • die eigene therapeutische Rolle zu reflektieren und professionelle Grenzen einzuhalten.
  • konkrete Strategien für den Umgang mit betroffenen Patient im Berufsalltag zu entwickeln.

Deine persönlichen Vorteile:

  • Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
  • Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
  • Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
  • Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
  • Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
  • Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
thomasbrkl
Thomas Brügemann
processed-DB42D19D-893A-4BCD-B072-.2e16d0ba.fill-500x600__quer
Saskia Helmstedt

Das könnte Dich auch interessieren

A,Doctor,Or,Psychiatrist,Care,And,Consults,A,Patient,Who
Ergotherapie bei Depressionen und Ängsten
Pain,In,The,Back.,Lower,Back,Pain,,People,With,Spine-muscles
Somatoforme Störungen in der therapeutischen Praxis
Young,Hopeless,Woman,Suffering,From,Depression,Having,Nervous,Breakdown,,Copy
Psychiatrische Ergotherapie: Schizophrenie
Closeup,Of,Middle-aged,Bearded,Man,Suffering,From,Headache,At,Home,
Soziales Kompetenztraining (SKT) in der ergotherapeutischen Praxis
Digital,Healthcare,Telemedicine,Service,Concept.,Patient,Holding,Smartphone,During,Online
Digitale Ergotherapie: Teletherapie mit Erfolg
Physiotherapy,,Consulting,Or,Screen,Of,A,Tablet,For,Help,,History
Ergotherapeutisches Assessment (EA)

Häufige Fragen zu PTBS und Burnout

Hier finden Sie wichtige Informationen zur Fortbildung „PTBS und Burnout in der therapeutischen Praxis“ bei der Therapie Akademie.

Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)?

Eine Posttraumatische Belastungsstörung kann sich nach einem außergewöhnlich belastenden oder bedrohlichen Erlebnis entwickeln. Mögliche Anzeichen sind belastende Erinnerungen, Albträume, Vermeidungsverhalten, innere Anspannung und ein anhaltendes Gefühl von Bedrohung.

Was versteht man unter Burnout?

Burnout beschreibt einen Zustand körperlicher und emotionaler Erschöpfung im Zusammenhang mit lang anhaltender beruflicher Belastung. Typisch können starke Erschöpfung, zunehmende Distanz zur Arbeit und eine verminderte berufliche Leistungsfähigkeit sein.

Was unterscheidet PTBS und Burnout voneinander?

Eine PTBS steht im Zusammenhang mit einem traumatischen oder stark bedrohlichen Ereignis. Burnout entwickelt sich dagegen meist infolge länger andauernder beruflicher Belastungen. Einzelne Symptome wie Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen oder Rückzug können sich jedoch überschneiden.

Für wen ist die Fortbildung geeignet?

Die Fortbildung richtet sich an therapeutische Fachkräfte, die Menschen mit Traumafolgen, starker Erschöpfung oder anhaltenden Belastungsreaktionen begleiten und mehr Sicherheit im professionellen Umgang mit diesen Beschwerdebildern gewinnen möchten.

Welche Anzeichen von PTBS und Burnout sollten Therapeut*innen kennen?

Mögliche Anzeichen sind Schlafstörungen, starke Erschöpfung, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme, sozialer Rückzug, Vermeidungsverhalten, körperliche Anspannung und eine verminderte Belastbarkeit. Bei einer PTBS können zusätzlich wiederkehrende belastende Erinnerungen und eine erhöhte Schreckhaftigkeit auftreten.

Was bedeutet traumasensibles therapeutisches Arbeiten?

Traumasensibles Arbeiten bedeutet, mögliche Traumafolgen zu berücksichtigen und Sicherheit, Transparenz sowie Selbstbestimmung zu fördern. Maßnahmen werden erklärt, Grenzen respektiert und Reaktionen der betroffenen Person aufmerksam wahrgenommen, um Überforderung möglichst zu vermeiden.

Welche Rolle spielen Stabilisierung und Ressourcenorientierung?

Stabilisierung und Ressourcenorientierung helfen dabei, vorhandene Fähigkeiten, unterstützende Beziehungen und hilfreiche Bewältigungsstrategien zu aktivieren. Ziel ist es, Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit im Alltag schrittweise zu stärken.

Wie kann die therapeutische Kommunikation gestaltet werden?

Eine ruhige, wertschätzende und verständliche Kommunikation ist besonders wichtig. Betroffene sollten ernst genommen und nicht zur Schilderung belastender Erlebnisse gedrängt werden. Klare Absprachen und ein gemeinsam abgestimmtes Vorgehen können Vertrauen und Orientierung fördern.

Wo liegen die fachlichen Grenzen therapeutischer Berufsgruppen?

Die Diagnostik und Behandlung einer PTBS oder weiterer psychischer Erkrankungen gehören in entsprechend qualifizierte ärztliche oder psychotherapeutische Hände. Therapeutische Fachkräfte sollten Warnzeichen erkennen, die eigenen beruflichen Grenzen beachten und bei Bedarf geeignete Fachstellen in die Behandlung einbeziehen.

Warenkorb
Nach oben scrollen