Ergotherapie
Demenz - Therapiemöglichkeiten
Demenz ist ein Oberbegriff für eine Reihe von Krankheitsbildern, die mit einem fortschreitenden Verlust kognitiver Fähigkeiten einhergehen. Die Erkrankung beeinträchtigt dabei nicht nur das Denken und Erinnerungsvermögen, sondern zunehmend auch die Fähigkeit, alltägliche Aktivitäten selbstständig zu bewältigen. Die Betreuung und Unterstützung von Menschen mit Demenz stellt eine große Herausforderung dar und erfordert spezialisierte therapeutische Ansätze.
Diese Fortbildung vermittelt Grundlagen zu den verschiedenen Demenzformen sowie praktische Ansätze für Therapie- und Alltagssituationen, um das restliche Leben für Menschen mit Demenz bestmöglich bewältigen zu können. Hierzu zählen Alltagsgestaltung, Umgang mit herausforderndem Verhalten sowie der möglichst langfristige Erhalt der Selbstständigkeit. Zudem lernen die Teilnehmenden den Umgang mit der Abnahme der Körperwahrnehmung, sie erhalten Einblicke in verschiedene Zugangsmöglichkeiten sowie therapeutische Materialien und deren gezielter Einsatz – insbesondere hinsichtlich handlungsorientierter Reize im Bereich der Hände.
Sowohl Gruppen- als auch Einzeltherapie werden im Rahmen der Fortbildung behandelt, mit besonderem Fokus auf spezifische Gestaltungsmöglichkeiten für beide Settings. Ergänzend werden diagnostische Verfahren, geeignete Testinstrumente sowie therapeutisch relevante Zielsetzungen für die kognitive Förderung bei Demenz vorgestellt.
Dauer
2 Präsenztage vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag und Sonntag: 10:00 – ca. 17:00
Gebühr
499,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich
Zielgruppe
Ergotherapie, Physiotherapie oder Logopädie
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Die Maßnahme Psychische und neurologische Erkrankungen: Basiswissen wird empfohlen
Konkrete Themenfelder
- Einführung in das Krankheitsbild „Demenz“
- Definition und Grundlagen
- Überblick über verschiedene Demenzformen (z. B. Alzheimer, vaskuläre Demenz)
- Kognitive und wahrnehmungsbezogene Störungen
- Theoretische Grundlagen und Konzepte im Umgang mit Demenz
- Bedürfnisse und Herausforderungen von Menschen mit Demenz
- Förderung der Lebensqualität
- Erhalt der Selbstständigkeit
- Umgang mit herausforderndem Verhalten
- Abnahme der Körperwahrnehmung
- Diagnostik und Befunderhebung
- Erhebung von Befunden bei demenziellen Erkrankungen
- Diagnostische Verfahren und geeignete Testinstrumente
- Therapeutische Zielsetzungen
- Individuelle Therapieplanung
- Therapeutische Ansätze
- Verschiedene therapeutische Zugangsmöglichkeiten
- Therapeutische Materialien und Hilfsmittel
- Handlungsorientierte Reize im Bereich der Hände
- Therapieformen
- Entwicklung und Gestaltung von Gruppentherapien zur Aktivierung und Förderung
- Möglichkeiten der Einzeltherapie
- Anpassung der Therapie an individuelle Bedürfnisse
- Transfer in die Praxis
- Integration von Aktivitäten und Übungen in den Patientenalltag
- Praktischer Einsatz therapeutischer Materialien und Hilfsmittel
Kompetenzerwerb
Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …
- Grundlagen und verschiedene Formen der Demenz zu kennen.
- typische kognitive sowie wahrnehmungsbezogene Veränderungen bei Betroffenen zu erkennen.
- geeignete diagnostische Verfahren und Testinstrumente auszuwählen, anzuwenden und auszuwerten.
- Einzel- und Gruppentherapien bedarfsgerecht zu gestalten.
- Aktivitäten und Übungen alltagsnah zu integrieren und therapeutische Materialien und Hilfsmittel gezielt einzusetzen.
- Selbstständigkeit, Körperwahrnehmung und Lebensqualität der Betroffenen zu fördern.
Vorteile
Deine persönlichen Vorteile:
- Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
- Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
- Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
- Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
- Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
- Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
Häufige Fragen zur Therapie bei Demenz
Hier finden Sie wichtige Informationen zur Fortbildung „Demenz – Therapiemöglichkeiten“ der Therapie Akademie.
Worum geht es in der Fortbildung „Demenz – Therapiemöglichkeiten“?
Die Fortbildung vermittelt Grundlagen zu verschiedenen Demenzformen sowie praktische Möglichkeiten für Therapie und Alltag. Im Mittelpunkt stehen der Erhalt der Selbstständigkeit, die Förderung der Lebensqualität und ein professioneller Umgang mit den individuellen Veränderungen demenziell erkrankter Menschen.
Für wen ist die Demenz-Fortbildung geeignet?
Die Fortbildung richtet sich an Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie Logopädinnen und Logopäden, die Menschen mit Demenz therapeutisch begleiten.
Welche Demenzformen werden in der Fortbildung behandelt?
Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über unterschiedliche Demenzformen, beispielsweise die Alzheimer-Demenz und die vaskuläre Demenz. Dabei werden typische kognitive und wahrnehmungsbezogene Veränderungen sowie deren Auswirkungen auf den Alltag thematisiert.
Welche Therapiemöglichkeiten bei Demenz werden vermittelt?
Vermittelt werden verschiedene therapeutische Zugangsmöglichkeiten, alltagsorientierte Aktivitäten und Übungen sowie der gezielte Einsatz von Materialien und Hilfsmitteln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf handlungsorientierten Reizen im Bereich der Hände.
Werden Diagnostik und Befunderhebung bei Demenz behandelt?
Ja. Die Fortbildung behandelt die Befunderhebung bei demenziellen Erkrankungen sowie geeignete diagnostische Verfahren und Testinstrumente. Auf dieser Grundlage werden individuelle Therapieziele und passende Behandlungsmaßnahmen entwickelt.
Wie kann die Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz gefördert werden?
Die Teilnehmenden lernen, vorhandene Fähigkeiten zu erkennen und alltagsnahe Aktivitäten an die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen anzupassen. Ziel ist es, Selbstständigkeit, Orientierung, Körperwahrnehmung und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.
Werden Einzel- und Gruppentherapien behandelt?
Ja. Die Fortbildung zeigt Möglichkeiten zur Gestaltung von Einzel- und Gruppentherapien. Dabei wird vermittelt, wie Übungen, Aktivitäten und Materialien an das jeweilige Krankheitsbild und die individuellen Fähigkeiten der Teilnehmenden angepasst werden können.
Welche Voraussetzungen gibt es für die Teilnahme?
Voraussetzung sind ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Ausbildung in einer der angesprochenen therapeutischen Berufsgruppen. Die Fortbildung „Psychische und neurologische Erkrankungen: Basiswissen“ wird als Grundlage empfohlen.
Wie lange dauert die Fortbildung und wie wird sie angeboten?
Die Fortbildung dauert zwei Tage und wird von der Therapie Akademie als Präsenzveranstaltung oder im Live-Videostream angeboten. Die Unterrichtszeiten liegen in der Regel am Samstag und Sonntag zwischen 10:00 Uhr und etwa 17:00 Uhr.
