Physiotherapie

Diagnostik und Assessments von Schulterverletzungen

Mit der Einführung der Blankoverordnung für Schulterverletzungen haben Diagnostik und Assessment in der Physiotherapie weiter an Bedeutung gewonnen. Diese Fortbildung vermittelt das erforderliche Fachwissen und die praktischen Kompetenzen, um die erweiterten Handlungsmöglichkeiten sicher und fachgerecht zu nutzen. Die Teilnehmenden vertiefen ihre Kenntnisse in der Anatomie und Physiologie der Schulter sowie in relevanten diagnostischen Verfahren und Assessment-Instrumenten.

Im Mittelpunkt steht die sichere Erkennung und differenzierte Beurteilung häufiger Schulterverletzungen und -erkrankungen, darunter Rotatorenmanschettenrupturen, Impingementsyndrome und Schulterinstabilitäten. Anhand praxisnaher Übungen und Fallbeispiele erlernen die Teilnehmenden spezifische Untersuchungstechniken und wenden diese gezielt an, um die Funktion der Schulter präzise zu beurteilen und Befunde fundiert einzuordnen.

Auf Basis der erhobenen Befunde entwickeln die Teilnehmenden individuelle und zielgerichtete Behandlungsstrategien. Ziel der Fortbildung ist es, die physiotherapeutische Diagnostik als Grundlage für eine passgenaue Therapieplanung und eine erfolgreiche Rehabilitation einzusetzen und damit die Handlungssicherheit im Umgang mit Patientinnen und Patienten mit Schulterbeschwerden nachhaltig zu stärken.

Dauer

2 Präsenztage vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag und Sonntag: 10:00 – ca. 17:00

Gebühr

499,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich

Zielgruppe

Physiotherapie, Ergotherapie oder Sportwissenschaft

Voraussetzung

Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)

Livestream
25.09.202710:00 - 17:00 Uhr
26.09.202710:00 - 17:00 Uhr
  1. Einführung: Schulterregion
    • Anatomie und Physiologie der Schulter
    • Biomechanik und funktionelle Zusammenhänge
    • Funktion der Schulter in Bewegung und Alltag
  2. Häufige Schulterverletzungen und -erkrankungen
    • Rotatorenmanschettenrupturen
    • Impingementsyndrom
    • Schulterinstabilität
    • Frozen Shoulder
    • Weitere relevante Schultererkrankungen
    • Differenzialdiagnostische Einordnung
  3. Diagnostische Methoden und Assessment
    • Anamnese und strukturierte Befunderhebung
    • Klinische Untersuchung der Schulter
    • Spezifische klinische Tests (Neer-, Hawkins-, Apprehension-Test)
    • Funktionelle Assessment-Tools (DASH, Constant-Murley-Score)
    • Flag-System (Warnsignalsystem wie Red Flags)
    • Beurteilung von Funktion, Beweglichkeit, Stabilität und Belastbarkeit
    • Praktische Durchführung
    • Interpretation und Einordnung der Untersuchungsergebnisse
  4. Ableitung individueller Behandlungsziele aus der Diagnostik
  5. Blankoverordnung „Schulter“
    • Rechtliche Grundlagen nach § 64 Abs. 4 SGB V
    • Voraussetzungen für die Teilnahme am Modellvorhaben
    • Relevante Diagnosen und Indikationsbereiche
    • Befunderhebung und Zielsetzung
    • Auswahl und Anpassung der Behandlungsmaßnahmen
    • Dokumentationspflichten und Abrechnung
    • Abgrenzung zur klassischen Regelversorgung
    • Bedeutung von Diagnostik und Assessment im Rahmen der Blankoverordnung
  6. Einblicke in Therapie und Rehabilitation
    • Konservative Behandlungsansätze
    • Chirurgische Behandlungsansätze
    • Rehabilitationsphasen und Therapieziele
    • Prävention und Rezidivprophylaxe

Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …

  • Anatomie, Physiologie und Funktion der Schulter zu erläutern und zu beurteilen.
  • häufige Schulterverletzungen und -erkrankungen zu erkennen und differenzialdiagnostisch einzuordnen.
  • relevante klinische Tests und Assessment-Tools gezielt auszuwählen, durchzuführen und auszuwerten.
  • Befunde strukturiert zu erheben und daraus individuelle Therapieziele und Behandlungsstrategien abzuleiten.
  • rechtliche Grundlagen und praktische Anforderungen der Blankoverordnung „Schulter“ anzuwenden.
  • Diagnostik, Therapie und Rehabilitation praxisorientiert miteinander zu verknüpfen.

Deine persönlichen Vorteile:

  • Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
  • Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
  • Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
  • Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
  • Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
  • Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
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Philip Gaube

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Häufige Fragen zur Schulterdiagnostik-Fortbildung

Antworten auf wichtige Fragen zu Inhalten, Zielgruppe, Ablauf und Teilnahme an der Fortbildung.

Für wen eignet sich die Fortbildung zur Diagnostik von Schulterverletzungen?

Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus der Physiotherapie, Ergotherapie und Sportwissenschaft. Sie eignet sich für Teilnehmende, die ihre Kenntnisse in der Untersuchung, Beurteilung und Behandlung von Schulterbeschwerden vertiefen möchten.

Welche Voraussetzungen müssen für die Teilnahme erfüllt sein?

Teilnehmende müssen mindestens 18 Jahre alt sein und eine Ausbildung beziehungsweise einen fachlichen Hintergrund aus Physiotherapie, Ergotherapie oder Sportwissenschaft besitzen.

Welche Inhalte werden in der Schulterdiagnostik-Fortbildung behandelt?

Die Fortbildung behandelt die Anatomie, Physiologie und Biomechanik der Schulter, die strukturierte Anamnese und Befunderhebung sowie klinische Untersuchungstechniken. Weitere Inhalte sind funktionelle Assessments, Differenzialdiagnostik, Behandlungsplanung, Rehabilitation und die Blankoverordnung „Schulter“.

Welche Schulterverletzungen und Erkrankungen werden besprochen?

Zu den behandelten Beschwerdebildern gehören unter anderem Rotatorenmanschettenrupturen, Impingementsyndrome, Schulterinstabilitäten und Frozen Shoulder. Dabei wird vermittelt, wie sich typische Befunde erkennen, untersuchen und differenzialdiagnostisch einordnen lassen.

Welche klinischen Tests und Assessments werden vermittelt?

Die Teilnehmenden lernen unter anderem den Neer-Test, den Hawkins-Test und den Apprehension-Test kennen. Zusätzlich werden funktionelle Assessment-Instrumente wie DASH und der Constant-Murley-Score behandelt. Die Durchführung, Auswertung und fachliche Einordnung der Ergebnisse werden praxisnah geübt.

Welche Bedeutung hat die Blankoverordnung „Schulter“?

Im Rahmen der Blankoverordnung erhalten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten erweiterte Entscheidungsmöglichkeiten bei der Gestaltung der Behandlung. Dadurch gewinnen eine strukturierte Befunderhebung, geeignete Assessments, die Festlegung individueller Therapieziele und eine nachvollziehbare Dokumentation zusätzlich an Bedeutung.

Ist die Fortbildung praxisorientiert?

Ja. Die Fortbildung verbindet theoretisches Fachwissen mit praktischen Übungen, Untersuchungstechniken, Demonstrationen und Fallbeispielen. Dadurch können die vermittelten Tests und Assessments direkt auf typische Situationen im therapeutischen Berufsalltag übertragen werden.

Was kann ich nach der Fortbildung anwenden?

Nach der Fortbildung können die Teilnehmenden häufige Schulterverletzungen strukturiert untersuchen, geeignete klinische Tests und Assessment-Instrumente auswählen sowie Untersuchungsergebnisse fachlich einordnen. Auf dieser Grundlage lassen sich individuelle Therapieziele und Behandlungsstrategien ableiten.

Wie lange dauert die Fortbildung und in welchem Format findet sie statt?

Die Fortbildung der Therapie Akademie umfasst zwei Unterrichtstage. Sie kann je nach angebotenem Termin als Präsenzveranstaltung oder per Live-Videostream stattfinden. Die Unterrichtszeiten sind in der Regel am Samstag und Sonntag jeweils von 10:00 Uhr bis etwa 17:00 Uhr.

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