Physiotherapie
Diagnostik und Assessments von Schulterverletzungen
Mit der Einführung der Blankoverordnung für Schulterverletzungen haben Diagnostik und Assessment in der Physiotherapie weiter an Bedeutung gewonnen. Diese Fortbildung vermittelt das erforderliche Fachwissen und die praktischen Kompetenzen, um die erweiterten Handlungsmöglichkeiten sicher und fachgerecht zu nutzen. Die Teilnehmenden vertiefen ihre Kenntnisse in der Anatomie und Physiologie der Schulter sowie in relevanten diagnostischen Verfahren und Assessment-Instrumenten.
Im Mittelpunkt steht die sichere Erkennung und differenzierte Beurteilung häufiger Schulterverletzungen und -erkrankungen, darunter Rotatorenmanschettenrupturen, Impingementsyndrome und Schulterinstabilitäten. Anhand praxisnaher Übungen und Fallbeispiele erlernen die Teilnehmenden spezifische Untersuchungstechniken und wenden diese gezielt an, um die Funktion der Schulter präzise zu beurteilen und Befunde fundiert einzuordnen.
Auf Basis der erhobenen Befunde entwickeln die Teilnehmenden individuelle und zielgerichtete Behandlungsstrategien. Ziel der Fortbildung ist es, die physiotherapeutische Diagnostik als Grundlage für eine passgenaue Therapieplanung und eine erfolgreiche Rehabilitation einzusetzen und damit die Handlungssicherheit im Umgang mit Patientinnen und Patienten mit Schulterbeschwerden nachhaltig zu stärken.
Dauer
2 Präsenztage vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag und Sonntag: 10:00 – ca. 17:00
Gebühr
499,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich
Zielgruppe
Physiotherapie, Ergotherapie oder Sportwissenschaft
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Konkrete Themenfelder
- Einführung: Schulterregion
- Anatomie und Physiologie der Schulter
- Biomechanik und funktionelle Zusammenhänge
- Funktion der Schulter in Bewegung und Alltag
- Häufige Schulterverletzungen und -erkrankungen
- Rotatorenmanschettenrupturen
- Impingementsyndrom
- Schulterinstabilität
- Frozen Shoulder
- Weitere relevante Schultererkrankungen
- Differenzialdiagnostische Einordnung
- Diagnostische Methoden und Assessment
- Anamnese und strukturierte Befunderhebung
- Klinische Untersuchung der Schulter
- Spezifische klinische Tests (Neer-, Hawkins-, Apprehension-Test)
- Funktionelle Assessment-Tools (DASH, Constant-Murley-Score)
- Flag-System (Warnsignalsystem wie Red Flags)
- Beurteilung von Funktion, Beweglichkeit, Stabilität und Belastbarkeit
- Praktische Durchführung
- Interpretation und Einordnung der Untersuchungsergebnisse
- Ableitung individueller Behandlungsziele aus der Diagnostik
- Blankoverordnung „Schulter“
- Rechtliche Grundlagen nach § 64 Abs. 4 SGB V
- Voraussetzungen für die Teilnahme am Modellvorhaben
- Relevante Diagnosen und Indikationsbereiche
- Befunderhebung und Zielsetzung
- Auswahl und Anpassung der Behandlungsmaßnahmen
- Dokumentationspflichten und Abrechnung
- Abgrenzung zur klassischen Regelversorgung
- Bedeutung von Diagnostik und Assessment im Rahmen der Blankoverordnung
- Einblicke in Therapie und Rehabilitation
- Konservative Behandlungsansätze
- Chirurgische Behandlungsansätze
- Rehabilitationsphasen und Therapieziele
- Prävention und Rezidivprophylaxe
Kompetenzerwerb
Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …
- Anatomie, Physiologie und Funktion der Schulter zu erläutern und zu beurteilen.
- häufige Schulterverletzungen und -erkrankungen zu erkennen und differenzialdiagnostisch einzuordnen.
- relevante klinische Tests und Assessment-Tools gezielt auszuwählen, durchzuführen und auszuwerten.
- Befunde strukturiert zu erheben und daraus individuelle Therapieziele und Behandlungsstrategien abzuleiten.
- rechtliche Grundlagen und praktische Anforderungen der Blankoverordnung „Schulter“ anzuwenden.
- Diagnostik, Therapie und Rehabilitation praxisorientiert miteinander zu verknüpfen.
Vorteile
Deine persönlichen Vorteile:
- Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
- Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
- Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
- Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
- Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
- Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
