Ergotherapie
ADHS/ADS bei Kindern – verstehen, erkennen und behandeln
ADHS und ADS zählen zu den neurobiologischen Entwicklungsstörungen und äußern sich vor allem durch ausgeprägte Unaufmerksamkeit, Impulsivität sowie Hyperaktivität. Diese Symptomatik kann weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche haben – sowohl im schulischen Umfeld als auch im sozialen Miteinander. Umso wichtiger sind eine frühzeitige Diagnosestellung und passgenaue Unterstützung, da beides maßgeblich dazu beiträgt, die Lebensqualität zu steigern und vorhandene Fähigkeiten im Alltag zu stärken.
Im Rahmen dieser Fortbildung erwerben die Teilnehmenden fundiertes Wissen zur Erkennung der Störungsbilder und zu gezielten therapeutischen Interventionen. Vermittelt wird, wie strukturierende Maßnahmen, Konzentrationsförderung und individuell zugeschnittene Aktivitäten Kindern helfen können, besser mit Impulsivität und Unaufmerksamkeit umzugehen. Einen wesentlichen Baustein bildet das ETP-ADHS, zudem die praktische Anwendung verhaltenstherapeutischer Techniken sowie der gezielte Einsatz von Methoden zur Förderung der Selbstregulation.
Darüber hinaus vermittelt die Fortbildung praxisnahe Ansätze für die (ergo)therapeutische Behandlung von ADHS und ADS und unterstützt die Teilnehmenden dabei, Patienten zu einem souveräneren Umgang mit ihren Symptomen zu befähigen. Dazu zählen unter anderem das Training der motorischen Kontrolle, die Förderung sozialer Kompetenzen sowie wirksame Strategien zur Strukturierung des Alltags.
Dauer
2 Präsenztage vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag und Sonntag: 10:00 – ca. 17:00
Gebühr
499,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich
Zielgruppe
Ergotherapie
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Die Maßnahmen Psychische und neurologische Erkrankungen: Basiswissen und Neurodivergenz werden empfohlen
Konkrete Themenfelder
- Grundlagen und Überblick über ADHS und ADS bei Kindern
- Begriffliche Einordnung und Unterscheidung von ADHS und ADS
- Historische Entwicklung des Störungsbildes
- Kernsymptome und unterschiedliche Erscheinungsformen
- Auswirkungen auf Alltag, Schule und soziale Beziehungen
- Verlauf und Entwicklungsdynamik
- Diagnostik und Befunderhebung
- Diagnostische Kriterien und Vorgehensweisen
- Anamnese und strukturierte Befunderhebung
- Beobachtung im therapeutischen Kontext
- Testverfahren und standardisierte Instrumente
- Differentialdiagnostische Aspekte
- Evidenzbasierte Ergotherapie
- Wissenschaftliche Grundlagen und aktueller Forschungsstand
- Wirksamkeit ergotherapeutischer Interventionen
- Behandlungsstandards und Leitlinien
- Auswahl geeigneter Therapieansätze und Zielsetzungen
- Multimodale Therapiebausteine
- Grundlagen multimodaler Behandlungskonzepte
- Kombination verschiedener Therapieansätze und Trainingsprogramme
- Integration verhaltenstherapeutischer Methoden
- Förderung von Aufmerksamkeit und Impulskontrolle
- Motorisches Training und Bewegungsförderung
- Methoden zur Förderung der Selbstregulation
- Ergotherapeutische Therapieformen
- Ergotherapeutisches Trainingsprogramm bei ADHS (ETP-ADHS)
- Einzeltherapie: Individuelle Förderung von Aufmerksamkeit, Konzentration und Impulssteuerung
- Gruppentherapie: Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen
- Alltags- und handlungsorientierte Therapieansätze
- Übertragung therapeutischer Strategien in den Alltag
- Zusätzliche und ergänzende Therapiemöglichkeiten
- Unterstützende Maßnahmen im Alltag
- Zusammenarbeit mit Eltern, Schule und weiteren Bezugspersonen
- Ergänzende Therapie- und Förderangebote
- Ressourcenorientierte Unterstützung von Kindern und Familien
Kompetenzerwerb
Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …
- ADHS/ADS bezüglich Symptome, Erscheinungsformen und Entwicklungsverläufe fachlich einzuordnen.
- diagnostische Verfahren und Befunderhebungen gezielt auszuwählen und anzuwenden.
- Leitlinien, Behandlungsstandards und Evidenzbasierung in der Therapie zu berücksichtigen.
- verhaltenstherapeutische Methoden, motorisches Training und Techniken zur Selbstregulation gezielt einzusetzen.
- Einzel- und Gruppentherapien bedarfsgerecht zu gestalten.
- Eltern und weitere Bezugspersonen in den Therapieprozess einzubeziehen.
Vorteile
Deine persönlichen Vorteile:
- Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
- Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
- Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
- Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
- Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
- Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
