Psychologie & Psychotherapie
Psychologically Informed Physical Therapy
Das biopsychosoziale Modell der Psychologically Informed Physical Therapy (PIPT) erweitert die physio-, ergotherapeutische und logopädische Behandlung um Aspekte der Psychologe und Psychotherapie. Gerade bei anhaltenden Schmerzen beeinflussen Ängste, Erwartungen, Stress und bisherige Erfahrungen den Umgang mit Bewegung, Aktivität und Alltag. Ein biopsychosoziales Verständnis hilft dabei, diese Zusammenhänge besser zu erkennen und in die Therapie einzubeziehen.
Die Fortbildung vermittelt ein praxisnahes Verständnis diesen biopsychosozialen Modells. Im Fokus stehen der Umgang mit Ängsten bei bestimmten Bewegungen und Aktivitäten, Vermeidungsverhalten, Kommunikation und die Förderung von Selbstwirksamkeit. Dabei werden interdisziplinär psychologische und psychotherapeutische Perspektiven auf die physiotherapeutische, ergotherapeutische und logopädische Behandlungen übertragen und in den typischen Behandlungssituationen im Therapiealltag verbunden.
Ziel dieser Fortbildung ist es, Patient sicher und empathisch zu begleiten und sie dabei zu unterstützen, wieder Vertrauen in Bewegung, Aktivität und die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Die Inhalte sind unmittelbar im therapeutischen Alltag anwendbar.
Dauer
1 Präsenztag vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag oder Sonntag: 10:00 – ca. 17:00
Gebühr
299,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich
Zielgruppe
Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Konkrete Themenfelder
- Grundlagen der Psychologically Informed Physical Therapy (PIPT)
- Biopsychosoziales Schmerzmodell
- Psychologische Einflussfaktoren auf Schmerz und Funktion
- Bedeutung von Erwartungen und Überzeugungen
- Schmerz, Angst und Vermeidung
- Bewegungs- und Aktivitätsängste
- Vermeidungsverhalten, Fear-Avoidance-Modell
- Therapeutische Kommunikation
- Schmerz verständlich erklären
- Umgang mit Ängsten und Unsicherheiten
- Patientenzentrierte Gesprächsführung
- Förderung von Motivation und Selbstwirksamkeit
- Psychologisch informierte Interventionen
- Graduierte Aktivität und Belastungssteigerung
- Exposition und Bewegung
- Umgang mit Rückschlägen
- Umsetzung in der Praxis
- Fallbeispiele aus Physiotherapie und Ergotherapie
- Praktische Übungen
- Transfer in den therapeutischen Alltag
- Interprofessionelle Zusammenarbeit
Kompetenzerwerb
Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …
- die Grundlagen des biopsychosozialen Modells (Psychologically Informed Physical Therapy) zu verstehen.
- die psychologische Einflussfaktoren auf Schmerz, Bewegung und Aktivität zu erkennen.
- Bewegungs- und Aktivitätsängste sowie Vermeidungsverhalten zu identifizieren.
- eine patientenzentrierte Kommunikation im Umgang mit anhaltenden Schmerzen einzusetzen.
- Selbstwirksamkeit und aktives Bewältigungsverhalten zu fördern.
- psychologisch informierte Interventionen wie graduierte Aktivität und Exposition anzuwenden.
- die Inhalte in physiotherapeutische und ergotherapeutische Behandlungskonzepte zu integrieren.
Vorteile
Deine persönlichen Vorteile:
- Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
- Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
- Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
- Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
- Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
- Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
