Ergotherapie
Ergotherapeutisches Assessment (EA)
Das Ergotherapeutische Assessment (EA) ist ein praxiserprobtes Instrument für die Erwachsenenrehabilitation, wurde wissenschaftlich untersucht und hat sich als äußerst zuverlässig erwiesen. Es unterstützt Ergotherapeuten dabei, Alltagsaktivitäten und deren Einschränkungen systematisch zu erfassen und die Therapie transparent, nachvollziehbar und betätigungsorientiert zu gestalten.
Das EA dient der Diagnostik, Therapieplanung, Dokumentation und Evaluation sowie der Organisation im interdisziplinären Team. Es erfasst Aspekte der Eigenständigkeit, arbeitsrelevante Basisaktivitäten sowie alltagsrelevante Folgen sensomotorischer, neuropsychologischer und psychosozialer Beeinträchtigungen. Durch die objektive Beurteilung entsteht ein vollständiger Bericht mit einem betätigungsorientierten Profil sowie einer Darstellung des gesamten Behandlungsverlaufs.
Das EA liefert statistisch auswertbare Daten, kann gezielt im Qualitätsmanagement eingesetzt werden und ermöglicht eine konkrete ICF-orientierte Codierung. In dieser Fortbildung erlernen die Teilnehmenden die exakte Anwendung des EAs und erhalten Einblicke in die digitalen Versionen.
Dauer
2 Präsenztage vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag oder Sonntag: 09:00 – ca. 13:30
Gebühr
129,00 € Rabatt Aktion (anstatt 299,00 €)
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich
Zielgruppe
Ergotherapie
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Konkrete Themenfelder
- Einführung in das Ergotherapeutische Assessment (EA)
- Ziel und Zweck des EA
- Aufbau des Instruments
- Digitale Versionen des EA
- Einsatz in der Erwachsenenrehabilitation
- Anwendungsbereiche des EA
- Ergotherapeutische Diagnostik
- Therapieplanung und Dokumentation
- Evaluation des Therapieverlaufs
- Informationsorganisation im interdisziplinären Team
- Erfassung von Betätigung und Alltagsaktivitäten
- Körperliche Selbstversorgung
- Eigenständige Lebensführung und Freizeit
- Arbeitsrelevante Basisaktivitäten
- Sensomotorische, neuropsychologische und psychosoziale Aspekte
- Durchführung und Dokumentation
- Erst- und Abschlussbeurteilung
- Betätigungsorientiertes Profil
- Darstellung des Behandlungsverlaufs
- Wissenschaftliche Grundlagen und Qualität
- Anwendbarkeit und Testgütekriterien
- Reliabilität und Beurteilung durch unterschiedliche Therapeut
- Einrichtungsübergreifende Anwendung
- Auswertung
- Statistische Auswertbarkeit
- Einsatz im Qualitätsmanagement
- ICF-orientierte Codierung
Kompetenzerwerb
Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …
- Ziele, Inhalte und Anwendungsmöglichkeiten des Ergotherapeutischen Assessments (EA) zu erläutern.
- das EA in der ergotherapeutischen Befundung zu nutzen und die Ergebnisse in die individuelle Therapieplanung zu übertragen.
- die Dokumentation und Evaluation des ergotherapeutischen Behandlungsverlaufs an Hand des EA durchzuführen.
- ICF-orientierte Codierung von Betätigungen, Teilhabeprozessen und Funktionen umzusetzen.
- Möglichkeiten der statistischen Auswertung und des Einsatzes im Qualitätsmanagement zu kennen und zu nutzen.
Vorteile
Deine persönlichen Vorteile:
- Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
- Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
- Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
- Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
- Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
- Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
Häufige Fragen zum Ergotherapeutischen Assessment (EA)
Antworten zur Fortbildung „Ergotherapeutisches Assessment (EA)“ bei der Therapie Akademie.
Was ist das Ergotherapeutische Assessment (EA)?
Das Ergotherapeutische Assessment ist ein strukturiertes und wissenschaftlich geprüftes Instrument für die ergotherapeutische Diagnostik, Therapieplanung, Dokumentation und Evaluation bei erwachsenen Klientinnen und Klienten.
Für wen ist die EA-Fortbildung geeignet?
Die Fortbildung richtet sich an Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, die ihre Befunderhebung, Therapieplanung und Dokumentation systematisch gestalten und das Ergotherapeutische Assessment sicher in ihrem Berufsalltag einsetzen möchten.
In welchen ergotherapeutischen Fachbereichen kann das EA eingesetzt werden?
Das EA ist für die Arbeit mit erwachsenen Klientinnen und Klienten konzipiert und kann diagnoseübergreifend in unterschiedlichen ergotherapeutischen Fachbereichen eingesetzt werden – von der Akutversorgung über die Rehabilitation bis zur ambulanten Praxis.
Welche Bereiche werden mit dem EA erfasst?
Das Assessment erfasst unter anderem körperliche Selbstversorgung, eigenständige Lebensführung, Freizeitgestaltung, arbeitsrelevante Basisaktivitäten sowie alltagsrelevante Folgen sensomotorischer, neuropsychologischer, kognitiver und psychosozialer Funktionen.
Wie unterstützt das EA die ergotherapeutische Befunderhebung?
Die individuelle Ausgangslage sowie Fähigkeiten und Schwierigkeiten werden strukturiert erfasst. Dadurch entsteht ein übersichtliches, betätigungsorientiertes Profil, das als Grundlage für therapeutische Ziele und die weitere Behandlungsplanung genutzt werden kann.
Kann das EA zur Therapieplanung und Zielformulierung genutzt werden?
Ja. Die Ergebnisse der Befunderhebung helfen dabei, individuelle Therapieziele abzuleiten und geeignete Maßnahmen zu planen. Therapieverlauf und Zielerreichung können anschließend strukturiert dokumentiert und beurteilt werden.
Wie wird der Therapieverlauf mit dem EA dokumentiert?
Der Zustand der Klientinnen und Klienten wird zu verschiedenen Zeitpunkten, beispielsweise zu Beginn und am Ende der Behandlung, erfasst. Dadurch können Veränderungen und Behandlungsergebnisse nachvollziehbar dargestellt werden.
Ist das Ergotherapeutische Assessment mit der ICF verknüpfbar?
Ja. Die Inhalte des EA können mit ICF-Kodierungen verknüpft werden. Dadurch lassen sich Betätigung, Teilhabe und funktionelle Auswirkungen systematisch einordnen und verständlich dokumentieren.
Kann das EA einrichtungsübergreifend verwendet werden?
Ja. Bereits erhobene Informationen können von unterschiedlichen Therapeutinnen, Therapeuten oder nachbehandelnden Einrichtungen weiterverwendet werden. Das unterstützt eine transparente und zeitsparende Informationsweitergabe im Behandlungsprozess.
Gibt es eine Selbsteinschätzung für Klientinnen und Klienten?
Ergänzend zum EA steht ein Selbsteinschätzungsbogen zur Verfügung. Dieser ermöglicht es, die persönliche Sichtweise der Klientinnen und Klienten einzubeziehen und kann eine klientenzentrierte Zielformulierung unterstützen.
Kann das EA digital ausgefüllt werden?
Das Ergotherapeutische Assessment kann handschriftlich oder mithilfe einer beschreibbaren interaktiven PDF bearbeitet werden. Dadurch lässt es sich an unterschiedliche Arbeitsweisen und Dokumentationsabläufe anpassen.
Welchen Nutzen hat das EA für den ergotherapeutischen Praxisalltag?
Das EA verbindet Befunderhebung, Zielsetzung, Therapieplanung, Dokumentation und Evaluation in einem strukturierten Verfahren. Dadurch können Behandlungsverläufe nachvollziehbar dargestellt, Informationen besser weitergegeben und therapeutische Entscheidungen systematisch begründet werden.
