Ergotherapie
Sturzprophylaxe
Die Sturzprophylaxe ist ein zentrales Thema in der Gesundheitsförderung im Alter, da Stürze oft schwerwiegende Verletzungen und eine deutliche Einschränkung der Mobilität zur Folge haben können. Besonders die Angst vor einem Sturz kann ältere Menschen in ihrem Alltag einschränken und ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen. Durch gezielte Präventionsmaßnahmen und Bewegungstrainings lässt sich das Sturzrisiko deutlich senken, wodurch auch das Vertrauen in die eigene Mobilität gestärkt wird.
In der ergotherapeutischen Fortbildung der Sturzprophylaxe lernen die Teilnehmenden, wie sie ältere Menschen durch gezieltes Training in Balance, Kraft und Koordination unterstützen können. Sie erwerben Wissen über spezielle Übungen und Hilfsmittel, die das Gleichgewicht und die Standfestigkeit fördern, um so das Risiko von Stürzen zu minimieren. Ein zentraler Bestandteil ist auch das Erkennen und Reduzieren von Risikofaktoren im Umfeld der Betroffenen, wie etwa Stolperfallen oder ungesicherte Möbel.
Zusätzlich wird in der Fortbildung darauf eingegangen, wie die Angst vor Stürzen adressiert und abgebaut werden kann, um das Selbstvertrauen der Betroffenen zu stärken. Sie lernen auf die emotionalen Bedürfnisse ihrer Klienten einzugehen und sie in ihrer Selbstständigkeit zu fördern. Ziel ist es, das Wohlbefinden der älteren Menschen nachhaltig zu verbessern und ihnen ein aktiveres, sichereres Leben zu ermöglichen.
Dauer
1 Präsenztag vor Ort oder per Live-Videostream
Samstag oder Sonntag: 10:00 – ca. 17:00
Gebühr
299,00 €
Flexibel zahlen: Bis zu 24 Monatsraten möglich
Zielgruppe
Ergotherapie oder Physiotherapie
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Ausbildung im Bereich der Zielgruppe(n)
Konkrete Themenfelder
- Einführung und Grundlagen
- Bedeutung der Sturzprophylaxe im Alter
- Anatomie und Physiologie
- Körperliche Voraussetzungen für Mobilität und Gleichgewicht
- Analyse von Muskelfunktionen und Bewegungsabläufen im Alter
- Ursachen, Risikofaktoren und Folgen von Stürzen
- Diagnostik und Risikoerfassung
- Einschätzung des individuellen Sturzrisikos
- Analyse von Mobilität, Balance und Gangbild
- Erkennen von Umwelt- und Wohnraumbedingungen
- Ergotherapeutische Interventionen und Methodenpraxis
- Training von Kraft, Koordination und Gleichgewicht
- Spezifische Übungen zur Förderung von Stabilität und Beweglichkeit
- Alltagsnahe Trainingsmethoden zur nachhaltigen Integration
- Einsatz geeigneter Hilfsmittel
- Förderung von Selbstständigkeit und Mobilität
- Erhalt und Verbesserung der funktionellen Fähigkeiten
- Unterstützung einer sicheren und selbstständigen Alltagsbewältigung
- Individuelle Betreuung und Anpassung der Therapie
- Prävention und psychosoziale Aspekte
- Reduzierung von Risikofaktoren und Sturzgefahren
- Umgang mit Sturzangst und Förderung des Selbstvertrauens
- Beratung von Betroffenen und Angehörigen
- Nachhaltige Präventionsstrategien im Alltag
Kompetenzerwerb
Nach Abschluss der Fortbildung bist Du in der Lage, …
- Sturzrisiken im Alter zu erkennen und relevante körperliche sowie umweltbezogene Einflussfaktoren einzuschätzen.
- Zusammenhänge zwischen Anatomie, Physiologie, Mobilität, Gleichgewicht und Bewegungsfähigkeit zu verstehen.
- geeignete Übungen zur Förderung von Kraft, Koordination, Balance und Stabilität auszuwählen und anzuleiten.
- alltagsnahe Trainingsmaßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Selbstständigkeit umzusetzen.
- individuelle Bedürfnisse und Ressourcen älterer Menschen in die Therapieplanung einzubeziehen.
- Maßnahmen zur Reduzierung von Sturzrisiken zu entwickeln und Betroffene sowie Angehörige fachgerecht zu beraten.
Vorteile
Deine persönlichen Vorteile:
- Inhalte nach aktuellem wissenschaftlichem Stand – verständlich erklärt und sofort umsetzbar.
- Mehr Struktur, Entscheidungsfindung und Sicherheit im Umgang mit Patienten.
- Direkt anwendbare Konzepte für spürbar bessere Abläufe und Erfolge im Praxisalltag.
- Hoher Anteil an praktischen Einheiten mit intensiven Übungen und direktem Bezug zum therapeutischen Alltag.
- Zahlreiche Fallbeispiele und praxisnahe Demonstrationen erleichtern den Transfer in den Berufsalltag.
- Dozenten mit langjähriger Berufserfahrung, hoher fachlicher Expertise, Leidenschaft und hoher Vermittlungskompetenz.
Häufige Fragen zur Fortbildung Sturzprophylaxe
Hier finden Sie wichtige Informationen zur Fortbildung „Sturzprophylaxe“ der Therapie Akademie.
Worum geht es in der Fortbildung Sturzprophylaxe?
Die Fortbildung vermittelt, wie Sturzrisiken insbesondere bei älteren Menschen erkannt und reduziert werden können. Die Teilnehmenden lernen, gezielte Maßnahmen zur Förderung von Kraft, Balance, Koordination, Mobilität und sicherer Alltagsbewältigung auszuwählen.
Für wen ist die Fortbildung geeignet?
Die Fortbildung richtet sich an Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, die ältere oder sturzgefährdete Menschen behandeln und deren Mobilität und Selbstständigkeit fördern möchten.
Welche Risikofaktoren für Stürze werden behandelt?
Behandelt werden körperliche und umweltbezogene Risikofaktoren. Dazu gehören beispielsweise Einschränkungen von Kraft, Gleichgewicht, Koordination und Gangfähigkeit sowie Stolperfallen, ungesicherte Möbel oder ungünstige Wohnraumbedingungen.
Wie wird das individuelle Sturzrisiko eingeschätzt?
Die Teilnehmenden lernen, Mobilität, Balance, Gangbild und funktionelle Fähigkeiten zu analysieren. Zusätzlich werden das persönliche Umfeld und mögliche Gefahren im Wohnraum berücksichtigt, um das individuelle Sturzrisiko möglichst umfassend einzuschätzen.
Welche Übungen zur Sturzprophylaxe werden vermittelt?
Die Fortbildung vermittelt Übungen zur Verbesserung von Kraft, Koordination, Gleichgewicht, Stabilität und Beweglichkeit. Die Übungen werden alltagsnah gestaltet und an die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der betroffenen Person angepasst.
Werden Hilfsmittel und Wohnraumanpassungen behandelt?
Ja. Die Teilnehmenden lernen, geeignete Hilfsmittel auszuwählen und mögliche Sturzgefahren im Wohnumfeld zu erkennen. Ziel ist es, sichere Bewegungsabläufe und eine möglichst selbstständige Alltagsbewältigung zu unterstützen.
Wird auch der Umgang mit Sturzangst thematisiert?
Ja. Die Fortbildung behandelt psychosoziale Folgen von Stürzen und den Umgang mit Sturzangst. Die Teilnehmenden lernen, das Vertrauen in die eigene Mobilität zu fördern und Betroffene sowie Angehörige fachgerecht zu beraten.
Welche Voraussetzungen gibt es für die Teilnahme?
Voraussetzung sind ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Ausbildung im Bereich Ergotherapie oder Physiotherapie.
Wie lange dauert die Fortbildung und wie wird sie angeboten?
Die Fortbildung dauert einen Tag und wird von der Therapie Akademie als Präsenzveranstaltung oder im Live-Videostream angeboten. Die Unterrichtszeit liegt in der Regel am Samstag oder Sonntag zwischen 10:00 Uhr und etwa 17:00 Uhr.
